mein GT lief von Anfang an unrund.
Besonders, wenn man mit konstanter Geschwindigkeit gefahren ist, hat er recht unangenehm geruckelt. Die Leerlaufdrehzahl war jeden Moment anders, einmal so niedrig, daß mir der Motor (komischerweise immer an der gleichen Stelle bergab) an der Kreuzung abgestorben ist, dann plötzlich wieder bei 2000U/min. Alles andere als konstant.
Seit ein paar Monaten hatte ich zusätzlich (nur im Rollen mit eingelegtem Gang ohne Gas zu geben) sehr viele und so extrem laute Fehlzündungen, daß es überhaupt nicht mehr lustig war, und ich wollte gar nicht mehr mit dem GT fahren.
Problem war, daß der TÜV-Termin immer näher gerückt ist. So habe ich nach und nach, ohne daß es nur die geringste Verbesserung gebracht hat, Zündkerzen, Zündkabel, Verteilerkappe und Verteilerfinger gewechselt und den Zündzeitpunkt eingestellt.
Und mit Bremsenreiniger habe ich dann noch erfolglos nach Falschluft gesucht.
Alles hat absolut nichts gebracht.
Dann kam ich auf die Idee, die Drosselklappen zu kontrollieren, und siehe da, die waren alles andere als gleichlaufend.
Nachdem ich die Drosselklappen synchronisiert hatte, waren mit einem Schlag die Fehlzündungen weg, und der GT hat jetzt einen wirklich richtig konstant runden Leerlauf, auch bei 1000 U/min und darunter. (Das Abblitzen des Zündzeitpunktes war bis dahin etwas schwierig: Bei einem Blitz 1cm vor OT, beim nächsten 1cm nachher... so hat er geruckelt)
Das Ruckeln war bis ca. 60km/h dann auch mehr oder weniger komplett weg (auf jeden Fall viel besser als vorher), nur bei konstant 80, 90 oder 100 hat er immer noch stark geruckelt.
Der TÜV ist inzwischen erledigt, jetzt wollte ich heute mit einem Synchrontester wie in der Reparaturanleitung beschrieben, die Vergasereinstellung angleichen.
Dabei habe ich jetzt ein gewaltiges Problem: Wenn ich den Synchrontester auf eine Einlaßöffnung setze, dann fällt die Drehzahl so ab, daß der Motor abstirbt.
Dann habe ich den Leerlauf schrittweise bis 2000 U/min angehoben, bis der Motor beim Aufsetzen des Synchrontesters nicht mehr abstirbt, und das Hütchen (ist komischerweise keine Kugel mehr wie in den früheren Synchrontestern) ansteigt.
Jedoch geht beim Aufsetzen des Testers jedes Mal die Drehzahl stark runter, je nachdem ob ich den Tester rechts oder links aufsetze stark unterschiedlich.
Ich habe solange rumgeschraubt**, bis ich bei (wegen aufgesetztem Synchrontester) abgesunkener Drehzahl die gleiche Hütchenposition habe.
Das Ruckeln ist weniger geworden, aber nicht weg.
Die Leerlaufjustierschrauben stehen jetzt beide mehr oder weniger genau eine Umdrehung weiter heraus als zuvor, jedoch ist die linke noch immer 1 ganze Umdrehung weiter herausgedreht als die rechte.
Mit dem Ablauf der "Synchronisierung" bin ich gar nicht zufrieden. Auch meine Idee, gleichzeitig zwei Tester links und rechts aufzusetzen, war wohl komplett verkehrt, denn dann ist der Motor erst recht abgestorben.
Wie synchronisiert Ihr den Doppelvergaser, und geht bei Euch bei einer Leerlaufdrehzahl von 1000 U/min bei aufgesetztem Tester die Drehzahl auch so weit runter daß der Motor abstirbt? In der Reparaturanleitung steht, man solle die Synchronisation bei einer Leerlaufdrehzahl von 600 U/min machen. Wie soll das bitte funtionieren?
Viele Grüße,
Markus
**: Natürlich habe ich die Leerlaufeinstellschrauben vorher mit einem Farbklecks markiert und die Schraubenposition mit der Schiebelehre ausgemessen, bevor ich etwas verstellt habe.

